Dez 05 2008
Raubschnecke – Anentome Helena
Nun hab ich sie auch. Diese wunderschöne Modeschnecke. Weiterer Erfolg in der Aquaristik ist ihr jetzt schon sicher, weil ja jeder Feind von Blasen und Turmdeckelschnecken sich anscheinend blendend verkauft. Mit der Raubschnecke gibt es jetzt sogar einen Schneckenvertilger, dessen Haltung im Gegensatz zu Prachtschmerle und Co. auch für “Durchschnittsbecken” Sinn macht. Dazu kommt, dass die Tiere wirklich toll aussehen.

anentome helena
Haltung
Die Haltung soll unproblematisch bei allen gängigen Wasserwerten möglich sein. Die Helenas fressen Schnecken. Dabei schrecken sie angeblich auch vor größeren Tieren inclusive Apfelschnecken nicht zurück. Sie nehmen aber auch Futterreste an (anscheinend sogar pflanzliche). Man hat also nicht das Problem wie bei Kugelfsichen, dass man zum “Schneckenabhängigen” wird, weil die Tiere auch so überleben.
Aussehen
Auffällig ist das entzückende “Riechorgan”, das die Tiere vor sich herschieben. Es gibt Behauptungen, dass es sich um ein Atemrohr wie bei den Apfelschnecken handelt, was ich allerdings nicht glaube, weil ich noch nie eine Raubschnecke “atmen” gesehen habe. Es dürfte sich daher eher um ein Sinnesorgan handeln. Beim Fressen wird das Rohr nämlich auch nicht eingesetzt, sondern die Gegner werden mit einem anderen Rohr, das normalerweise kaum zu erkennen ist “ausgesaugt”. Übrig bleiben leere Schneckenhäuser.
Die Streifung ist recht regelmäßig und schön kontrastreich. Vor allem die hellere Farbe variiert von Tier zu Tier, von sehr hell bis ziemlich dunkel. Angeblich gibt es sogar fast schwarze Exemplare. Ausgewachsen werden die Tiere nicht größer als 18mm, sieht deshalb sicher nett aus, wenn so ein Tier über eine 5cm Apfelschnecke “herfällt”.
Verhalten
Die Schnecken sind recht felißig im Becken unterwegs, immer den Riechrüssel neugierig nach vorne gestreckt. Manchmal graben sich die Tiere halb in den Boden ein und warten auf vorbeikriechende Opfer, Manchmal “erlegen” sie Beute aber auch im Kriechen. Es kommt aber auch sehr oft vor, dass sie ein potentielles Opfer beschnuppern und dann aber weiterziehen.
Zucht
Die Zucht soll prinzipiell leicht möglich sein. Die Helenas sind getrennt geschlechtlich. Die Gelege bestehen nur aus einem Ei, das aussieht wie ein rechteckiges “Spiegelei” mit weißem Dotter und ca. 1 mm groß ist. Die Vermehrung ist also so gering, dass die Helenas kaum zu einer “Schneckenplage” werden können, zumal sie ja derzeit auch recht begehrt sind, so dass man immer Abnehmer finden sollte.
Vergesellschaftung
Die Helenas können mit allen Tieren außer Schnecken vergesellschaftet werden, also auch mit Garnelen und Zwergkrebsen etc.
Also ein wunderschöner toller Pflegling mit wenig Ansprüchen und dem Zusatznutzen, dass die Schneckenplage im Zaum gehalten wird.
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[...] in der Haltung. Ansonsten gibt es noch die Raubschnecke. Die frisst andere Schnecken. Hier ein Link zum Thema. __________________ mit nassem Flossenschlag TETRAODON08 Auch wenn andere anderer [...]