Jan 18 2009
Amazon Molly – Kuriosität der Natur
Während ja die sogenannte Parthenogenese (Jungfernzeugung) bei manchen Tierarten zum guten Ton gehört (Ich kannte sie bisher nur von der Jungfaru Maria und meinen Stabheuschrecken). Gibts so eigenartige Dinge doch auch tatsächlich im (Aquarien-)fischbereich. Der sogenannte Mexico Molly (poecilia formosa) sieht aus wie ein weißer Molly. Sollte man so einen im Becken rumschwimmen haben kann man sich sicher sein, dass es sich um ein Weibchen handelt. Grund dafür ist, dass es nur Weibchen gibt. Der Fisch ist in der Lage allein aus seinem Erbgut Junge zu zeugen.
Während man meinen könnte die armen Fischlein sind schon deswegen genug gestraft kommts noch dicker. Die Eier benötigen, um sich zu entwickeln, die Anwesenheit von männlichen Samenzellen. Diese werden aber keineswegs benützt um genetische Information ins Spiel zu bringen, sondern die dürfen einfach nur zusehen. Nachdem es jetzt keine männlichen Mexico Mollies gibt versuchen also die raffinierten Weibchen allen möglichen anderen Fischen den Samen zu rauben um Junge zeugen zu können. Dazu verwenden sie diverse andere Zahnkärpflinge und ähnliche die so in ihrer Gegend rumschwimmen. Sinnlose Vergeudung von Energie und Sperma für die “Partner” trotzdem scheint der Amazon Molly keine Mühe zu haben solche Samenspender zu finden. Naja hat ja auch schon bei Boris Becker geklappt….
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Solche Fische gibt es wirlich? Wow. Ich hab noch nie von einer Pathenogenese gehört. (nicht einmal bei Stabheuschrecken, ok… Jungfrau Maria, die kenn ich schon
)
Das es bei dem Fisch nur Weibchen gibt, ist ja eigentlich kein Wunder, wenn bei dieser Fischart auch das Männchen für die Bestimmung des Geschlechts zuständig ist. Was ich mich jetzt allerdings frage ist, ob die Männchen irgendwann weniger wurden und ausgestorben sind und die Weibchen sich so verändert haben um die Art zu erhalten oder ob sie von vorneherein von der Natur so vorgesehen waren.
Der Eintrag hier hat mich auf jeden Fall neugierig gemacht und ich werde mal ein bisschen nachforschen, vielleicht gibt es ja noch mehr solcher Kuriosen Fische.
… Wobei die Beckersche Braut bestimmt keine Jungfrau war^^ Ausserdem ist er der weiße, und verliert sein Sperma anscheinend etwas unkontrolliert. Wenigstens sieht er aus wie ein Fisch, sodass der Vergleich durchaus gerechtfertigt rüberkommt.
Genug böses Blut, denn anders als das Äquivalent aus dem Tierreich träg das zur Artenvielfalt bei, was bei dem Fisch wohl eher auf der Strecke bleibt weil, jedes Individuum ja praktisch ein Clon seiner Mutter ist. Oder? Naja, auf jedenfall höchst interessant! Danke für den Post! Besten Gruß!