Jan 25 2009

Energiesparlampentest vom VKI

Verüffentlicht in der Kategorie Beleuchtung

Der VKI (Verein f. Konsumenteninformation) hat einen Langzeittest mit Energiesparlampen durchgeführt. Nachdem ja Energiesparlampen nichts anderes sind als Leuchtstoffröhren lohnt sich schon ein Blick auf die Ergebnisse.

Flickr.com / Lutz-W-F

Getestet wurden 24 Lampen verschiedener Bauart und mit Leistungen von 7-21 Watt.

Preis

Die Preise selbst bei der selben Bauart variieren von 1 bis 18 Euro.

Schaltzyklen

Die überlebten Schaltzyklen wurden im Bereich von 1.300 bis 210.000 ermittelt. Das getestete Maximum von 210.000 Schaltvorgängen haben immerhin 8 Lampen erreicht. Bei den Schaltzyklen kann man aber grundsätzlich unterscheiden, ob die Lampe eine Vorwärmung hat, oder ob sie sofort per Stromstoß gestartet wird. (Das selbe gibt es ja auch bei den Leuchtstoffröhren) Die mit Stromstoß gestarteten Lampen (Schnellstartlampen) leuchten sofort ohne “Wartezeit”. Im Gegenzug werden aber nur durchschnittlich ca. 7000 Schaltvorgänge überlebt, während bei der Vorwärmung ein Schnitt von ca. 200.000 ermittelt wurde. Teurer Luxus also, wenn man bedenkt, dass die Vorwärmung nur ca. 1-3 Sekunden dauert. Hier läßt sich also sicher auf die Aquarienbeleuchtung der Schluß umlegen, dass man keine Schnellstartlampen kaufen sollte.

Brennstunden

Hier wurde ermittelt wie lange eine Lampe brennen kann, bevor der Lichtstrom auf unter 80% zurückgeht. Das Problem, dass Lampen immer dunkler werden kennt man ja, was oft zu der Meinung führt, dass man jährlich seine Lampen wechseln sollte. (Eine Meinung die ich nicht teile!) Hier gab es auch sehr unterschiedliche Werte von 1.300 bis zum getesteten Maximum von 15.500 Stunden. Im Prinzip nicht unwichtig das ganze, aber woher woll man jetzt bei einer Leuchtstoffröhre wissen, wie lange sie hell belibt ?? Der Preis ist zu mindest bei Energiesparlampen kein ausreichendes Indiz für die Qualität.

Lichtausbeute

Die Lichtausbeute ist bei den Lampen recht einheitlich bis auf ein paar verblüffende Ausreißer (im negativen Sinn). Ansonsten scheint mit 50 Lumen/Watt eine Grenze erreicht zu sein, die derzeit noch kein Lampenhersteller deutlich durchbrechen kann.

Eignen sich Energiesparlampen zur Aquarienbeleuchtung

Flickr.com / dadiolli

Klare Antwort! NEIN. Die Lichtausbeute ist einfach zu gering. Wie oben erwähnt ist bei 50 Lumen/Watt Schluß, während Leuchtstoffröhren bei diesem Wert beginnen. Moderne T5 Lampen mit elektronischem Vorschaltegrät schaffen auch mehr als das Doppelte. Man bekommt lso doppelt so viel Licht für seinen ver(sch)wendeten Strom.

Übergangsweise für ein kleines Becken kann man schon mal eine ESL hinhängen, aber dauerhaft größere Aquarien damit beleuchten wäre echte Verschwendung.


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